Archiv Dezember 2008
Pornos für alle?
Bei BasicThinking habe ich heute den Bericht über Pornotube gelesen. Ich verlinke diese Seite mit Absicht nicht auf meinem Blog, weil ich es nicht unterstütze!
Wir alle kennen Youtube und die Vor- und Nachteile dieses Videoportals. Hat man die letzte Folge seiner Lieblingsserie verpasst oder möchte man sich eben diese einmal auf Englisch anschauen, ist dies dank Youtube alles möglich. Doch nun benutzen die Macher von Pornotube den Erfolg seines Vorgängers und ziehen ein Portal auf, auf dem man so einfach wie Kaugummi kaufen Pornos gucken kann.
Bevor man das “Sexperiment” selbst ausprobieren kann, braucht man einfach nur “sein” Geburtsdatum eingeben (ich möchte mal wissen, wieviel Prozent das richtige Geburtsdatum dort eingeben) und schwups, ist man drin.
“WARNING!! THIS SITE CONTAINS ADULT MATERIALS OR MATERIALS THAT MAY BE CONSIDERED OFFENSIVE IN SOME COMMUNITIES. YOU MAY NOT ENTER THIS SITE IF YOU ARE EASILY SHOCKED OR OFFENDED OR IF THE STANDARDS OF YOUR COMMUNITY DO NOT ALLOW FOR THE VIEWING OF ADULT EROTIC MATERIALS!
TO ENTER THIS WEBSITE YOU MUST BE AN ADULT, OVER THE AGE OF EIGHTEEN (18) YEARS, OR IF THE LEGAL AGE OF MAJORITY IS GREATER THAN EIGHTEEN (18) YOU MUST BE OVER THE AGE OF MAJORITY IN THE JURISDICTION IN WHICH YOU RESIDE.”
Laut Pornotube ist ja alles gut und schön. Vor allem sind sie gesetzlich abgesichert.
Man stelle sich nun mal ein Kind vor. 9, vielleicht 10 Jahre alt, hat von Englisch noch nichts gehört, geht nun auf diese Seite. Klickt irgendeine Zahl an, wie alt auch immer, das ist ja gleich. Und dann wird dieses Kind mit Bildern konfrontiert, gegen die es sich gar nicht wehren kann. Und wer glaubt, dass diese Bilder das Kind nicht beeinflussen, die irren.
In dem Christlichen Medienmagazin “Pro”, Ausgabe 4/2008, wird von Kindern berichtet, “deren Alltag von Sex geprägt ist und Eltern, die keine Schamgrenzen kennen, weil sie es oft selbst nicht anders kennen.” Die 17-jährige Jessie, deren Lebensgeschichte hier abgedruckt wird, “schreibt zusammen mit ihrer Mutter Tagebuch über ihre sexuellen Erlebnisse. Sie hatten sogar schon einmal gemeinsam Sex mit zwei Junges von 15 und 17 Jahren. Das hatten die beiden Frauen vorher in einem Porno gesehen.”
Oder weiter: “Es geht auch um kleine Jungen wie beispielsweise Viktor, der schon mit fünf Jahren zuhause den ersten Pornofilm geschaut hat. Heute ist er extrem verhaltensauffällig. Er fasst andere Kinder und Erwachsene an den Geschlechtsteilen an. Seine Mutter findet nichts dabei, den Jungen Pornos sehen zu lassen, denn es gehe in den Filmen “ja nur um Sex”. Die einzelnen Erlebnisse und Lebensberichte sind nachzulesen in dem Buch “Deutschlands sexuelle Tragödie” von Bernd Siggelkow und Wolfgang Büscher aus dem GerthMedien-Verlag.
Wenn es weiter so geht, wird Sex nichts tolles mehr sein, was man Gefühlen mit vereint, sondern “ja nur Sex”, weil es jeder kennt und sich jeder angucken kann. Rauf und runter. Pornotube hilft dabei.
0Gewinn- und Verlustrechnung
In der Berufsschule lernen wir es: Die Gewinn- und Verlustrechnung. Doch was für die Unternehmen eine Aufstellung der schwarzen Zahlen des Vorjahres ist (oder manchmal eben auch die roten), wird für jede Privatperson anscheinend aktueller als je zuvor.
An jeder Ecke hört man die Leute reden: “Wie steht’s mit deinen Aktien?” Selbst an dem Currywurststand auf dem Weihnachtsmarkt reden die Menschen über die aktuelle Finanzkrise. Sogar älteren Damen lauschte ich heute, wie sie ihre Verluste darlegten. “Wir haben doch alle Verluste gemacht”, sagte eine Frau zu ihren Freundinnen.
Viele Menschen scheinen sich am Geldmarkt zu orientieren und aktiv einzubringen, sei es mit Aktienkauf oder Investitionen in Fonds. Davon versprechen sie sich langfristig Gewinne zu erwirtschaften. Durch die Finanzkrise ist nun vieles ins Wanken gekommen. Ein Familienvater erzählte mir kurz darauf: „Ich habe gerade die Tilgungsrate unseres Hauses verzockt.“ – Autsch, ein derber Verlust!
Doch nicht nur auf dem Geldmarkt gibt es Gewinne und Verluste. Überall wo man hinschaut, verlieren oder gewinnen Menschen. In der Ehe, bei Freunden, auf der Arbeit.
- Ein nettes Gespräch mit einem Kunden = Gewinn
- Streit mit dem Ehemann = Verlust (vor allem verliert man einen schönen Abend, den man hätte haben können)
- Ein wichtiges Projekt abgeschlossen = Gewinn
Wie sieht unsere Jahresbilanz dieses Jahr aus? Überwiegen die schwarzen Zahlen oder haben wir uns verschätzt und Verluste gemacht?
Ich denke, die Finanzkrise hat gezeigt, dass wir andere Dinge brauchen, auf die wir uns verlassen können, auf die wir all unser Haben und Vertrauen setzen. Welche Dinge können das sein? Der Glaube, die Familie oder das eigene Können. Egal was ist, Hauptsache ist doch, dass man ganz persönlich… gewinnt! Oder?
0Der Weg führt zum Ziel
Wenn man ein Ziel vor Augen hat, fängt alles mit dem ersten Schritt an. Es kommt darauf an, ob ich viel oder wenig Zeit habe, um mein Ziel zu erreichen.
“Viele Wege führen nach Rom”, das mag stimmen. Ich persönlich ziehe es vor, den einzig richtigen Weg zu gehen. Aber was ist der richtige Weg? Ist er ausgeschildert? Gibt es überhaupt den einen einzigen Weg? Oder passt sich das Leben einfach nur dem Weg an, den man gerade beschreitet?
Wenn viel Zeit bleibt, bis zum Ziel, beschert einem das viel Zeit, um zu überlegen, zu überdenken, zu verwerfen und dann wieder hervorzuholen. Die vielen Hin und Hers dieser Zeit können kostbar sein.
Nehmen wir einmal dieses Blog hier. Ich musste überlegen, wie es aussehen soll, welche Farbe, welche Schriftart. Wen möchte ich damit ansprechen? Was möchte ich mit diesem Blog erreichen? Welches Ziel verfolge ich? Wenn ich nur einen Tag dafür Zeit gehabt hätte, wäre alles zu übereilt gewesen. Nun konnte ich in Ruhe alles angehen und habe immernoch die Möglichkeit, Dinge zu ändern. Der Weg führt zum Ziel.
Ich hoffe, dass mich mein aktueller Weg zum richtigen Ziel führt. Ein glückliches Ziel. Das, was für mich richtig ist, was für mich hervorbestimmt ist. Im Moment suche ich die Straßenschilder. Aber Schritt für Schritt wird mich der Weg weisen. Bis ich eines Tages dort bin. Am Ziel.
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- “Geh nicht immer auf dem vorgezeichneten Weg, der nur dahin führt, wo andere bereits gegangen sind.”
Alexander Graham Bell
